Über die Band

HARDHOLZ – ein Urgestein des Heavy Metals aus der ehemaligen DDR, wurde 2019 35 Jahre alt. Ostern 1984 begann die Ära der Thüringer Band HARDHOLZ mit ihrem ersten Auftritt in einem kleinen Dorf im Thüringer Wald. Zuvor hatten sich vier Freunde getroffen, um harte Gitarrenmusik zu machen, die heutigen Subgenres existierten damals noch nicht. Eins vereinte alle: Metal! Bereits damals spielte das Quartett (voc, git, bg, dr) neben internationalen Hardrock- und Metal Coversongs auch viele eigene Stücke und bot etwas für das Auge. Das kam an, man war gut unterwegs. Als diese Besetzung an die musikalischen Grenzen des Arrangements kam, suchte und fand man einen zweiten Leadgitarristen. Das war 1986, als bereits die ersten Titel beim Rundfunk der DDR produziert und im Radio gespielt waren. Es folgten weitere Produktionen beim Rundfunk und sogar Fernsehen der DDR, die es in die Charts schafften, eine Tournee nach Polen, DDR-weite Auftritte bei Großveranstaltungen und Metal Festivals. So gehörten ab etwa 1987 Auftritte im Klubhaus Langhansstraße in Berlin Weißensee, damals bekannt für seine Metal Konzerte, zum alljährlichen Standard.

HARDHOLZ vermischt in ihren Kompositionen und Sounds vielfältige Stilelemente, gelegentlich auch mit akustischen Instrumenten, die man heute eher dem Folk Metal zuordnen würde. Einflüsse von Iron Maiden und Metallica sind evtl. auch hörbar, da diese Bands anfangs sehr prägend waren. Schließlich wurden diese Elemente zu einer eigenen Stilistik verwoben. Deutsche Texte greifen unterschiedlichste Themen auf, vom Alltagsstress bis zur mittelalterlichen Sagen- und Mythenwelt. Auch hier war HARDHOLZ Vorreiter lange vor der Erfindung des Mittelalter Metals. Mit der Wende 1990 kamen auch bei HARDHOLZ personelle Wechsel, Auftrittsmöglichkeiten schwanden, alles wurde anders. Man arbeitete weiter, veröffentlichte 1995 die CD „Jäger und Gejagte“ als Eigenproduktion, denn ein Plattendeal war zur Crunch-Zeit für eine Metalband schwer bis gar nicht zu bekommen. Eine gemeinsame Tournee mit der aus Brandenburg stammenden und auch DDR weit bekannten Band BIEST bis nach Polen änderte auch nichts, so dass Hardholz 1997 erst mal auf Eis gelegt wurde.

Jeder ging eigene andere Wege mit neuen Band-Projekten: So spielte der Hölzer Bass bei Eisregen, bevor er später gemeinsam mit Franky (dr) und Ede (git) beim Projekt „Pyrox“ mitwirkte. Das war die Band des mittlerweile international bekannten „Masters of Hellfire“ Hubertus Wawra, bei der es sehr pyromanisch zuging. Franky trommelte seit dieser Zeit ebenfalls bei der legendären Bluesrock Band „Klappstuhl“. Hinzu kamen über die Zeit diverse Coverbands, in denen Hardhölzer in unterschiedlichen Besetzungen aktiv waren.
2013 traf man sich wieder und beschloss 2014 die Reunion. Hardholz geht mit alten (Franky – dr, Ede – git, Der Hölzer – bg) und neuen Bandmitgliedern wieder auf die Bühnen dieser Welt. Der neuer Sänger „Kelle“ passt sofort perfekt in die Band. Seit Ende 2016 rockt „Trudhelm“ an der 2. Gitarre. Die „Metal Axt“ aus dem Thüringer Wald ist frisch gewetzt, bereit, den Zuhörer mit fetten Riffs und eingängigen Melodien zu fesseln, während sie sprichwörtlich die Bühne niederreist. Im März 2015 wurde HARDHOLZ von Massacre Records unter Vertrag genommen. Die CD „Herzinfarkt“ mit alten und neuen Songs erschien im Februar 2016. Im Mai 2017 war HARDHOLZ sehr erfolgreich als „Special Guest“ mit EISREGEN auf „Fleischfilm Premiere“ Tour sowie 2018 beim „ Metal im Thüringer Wald“.

Kontaktinfos

Michael Brill 0173 9219033